Bis zu 30 Prozent Abzug bei Zahlungen aus Bangladesch

Ausländische Empfänger von Zahlungen aus Bangladesch könnten überrascht sein, wenn sie bis zu 30 Prozent weniger als den fälligen oder fakturierten Rechnungsbetrag erhalten.

Hintergrund ist, dass die Banken in Bangladesch angewiesen sind, einen Steuerabzug zwischen 20-30 Prozent, je nach Art der in Rechnung gestellten Leistung, vorzunehmen, wenn keine ausdrückliche vorherige Freistellung von der Steuer, sowohl in Bezug auf die Höhe als auch auf die generelle die Anwendbarkeit des bestehenden Doppelbesteuerungs-abkommens fuer die in Rechnung gestellte Leistung, erteilt wurde.

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In einem Schreiben an den Zentralbankpräsidenten forderte die bengalische Steuerbehörde die Zentralbank auf, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Einhaltung dieser Richtlinie durch alle Banken in Bangladesch strikt durchzusetzen. In dem Schreiben wies die Behörde weiter darauf hin, dass die Erteilung einer solchen Genehmigung auch im Rahmen von Doppelbesteuerungsabkommen erforderlich war.

Dieser generelle Steuerabzug gilt als Mindeststeuerschuld des Zahlungsempfängers für die Einkünfte, für die der Abzug vorgenommen wird. Dies bedeutet, dass die Sondergenehmigung vor dem Erhalt der Zahlung von Bangladesch eingeholt werden muss.

Bangladesch hat DTA-Abkommen mit Belarus, Belgien, Kanada, China, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Indien, Indonesien, Italien, Japan, dem Königreich Saudi-Arabien, Malaysia, Mauritius, Myanmar, Niederlande, Norwegen, Pakistan, Philippinen, Polen, Rumänien, Singapur, Südkorea, Sri Lanka, Schweden, Schweiz, Thailand, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, USA und Vietnam.